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Endlose Vielfalt

Die Welt der Bücher. Bunt, klein bis groß, dick und dünn, mit den unterschiedlichsten Materialien und einer umfangreichen Hülle und Fülle die uns alle irgendwas mitgeben, lehren oder unterhalten. 

 

Trotzdem ist es ein absolut alter Hut zu glauben, dass nur die ältere Generation noch zu den physischen Bundausgaben greifen würden. Genau so wenig wie nur Leute, die sich schulen müssen.

Es gibt sie heute noch: Menschen - ganz gleich welcher Art, die immer wieder oder noch sehr gerne zu einer Geschichte auf bedruckten Papier zum blättern greifen. Gehört ihr vielleicht auch noch dazu?

 

Diese Zeichnung entstand aus einer Inspiration durch einen Arbeitskollegen. Dieser selbst von dem Motiv durch eine Vorlage inspiriert wurde und mich irgendwie dazu bewegt hatte es ihm gleich zu machen. Eine Art "Vergleich" (?) der verschiedenen Stile und Ideen bei der Umsetzung und der Eigeninterpretationen.


Das Original entstammt übrigens von dem Künstler Karl Spitzweg und das Werk trägt den Titel: "Der Bücherwurm". Ich verzichte an der Stelle mal an die Einbindung eines Bildes davon, da bis auf das Grundgerüst meine Arbeit fast nichts weiter mehr von dem Ursprung groß aufzeigt. Doch wer interessiert ist kann an Hand der Fakten nun googeln.


Ich habe meines wie immer im Manga und bunten Farbspektrum gekleidet. Der Kollegen tat seines in schwarzweiß und mit Kohle. 


 

Noch ein paar Worte zu der Figur und die Aufmachung des Hintergrundes. Ich habe statt den ursprünglich alten Mann in meinem Kopf einfach eher einen jungen Menschen vor diesem verblüffend großen Bücherregal sehen wollen und auch mehr moderner. Auch sollte es den Wandel den sie mit sich gebracht hat damit deutlicher unterstreichen. Wer also hier eine Frau sieht, die für ihn vielleicht homosexuell scheint auf Grund ihres dann doch mehr männlich wirkenden Erscheinungsbild an manchen Stellen, ist damit genau so richtig, wie jemand der darin eher ein Kerl sieht, welcher halt sehr feminine Züge an sich hat. Das gleiche gilt auch für alle die ein Transgender meinen darin zu sehen oder den Charakter als weder noch festlegen möchten. Die Kleidung habe ich bewusst farblich monotoner wegen dem Hintergrund gestaltet. So kann die Figur besser hervorstechen und geht durch die viele Farbe dahinter nicht unter. Die Konturen mit Marker gegenüber dem Buntstiften setzen dem nochmal nach. 

 

Bezüglich des großen Schrankes voller vieler vermutlich spannender und interessanter Werke habe ich "dezenter" halten wollen, in dem ich die Bücher nur mit farbigen Konturen kennzeichnete, sie jedoch nicht flächenmäßig färbte. An der Stelle möchte ich allen Betrachtern die Möglichkeit offen lassen, auch hier zu sehen was sie wollen. Sind das nun wahrhaftig alles nur viele weiße Bücher und das daher eine Sammlung besondere Exemplare? Oder deuten die farbigen Umrandungen und die Anordnungen in diesem System auf irgendwas spezielles hin? Auch bezüglich der Namenlosigkeit ist euch absolute ein freies Feld gewährt. Ob das nun Sachbücher und andere schwere Lektüre sind, Romane oder Biografien - vielleicht ist aber auch von allen etwas dabei und auch mit diversen Themen und Genres. Nicht zuletzt ich dieser Arbeit daher den Titel "Endlose Vielfalt" gab. Euch sind bei der Deutung keine Grenzen gesetzt. 


Findet ihr diese "Endlosigkeit" sowohl im Bild als auch für eure Interpretation gut umgesetzt? 

Lasst es mich doch bitte wissen und schreibt mir in die dafür vorgesehenen Kommentarfelder!