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Schatten und Klingen

Seit geraumer Zeit bin ich wieder sehr viel im digitalen alten Japan mit Historie, Charaktere und Spielspaß unterwegs. Hier teile ich meine gesammelten Eindrücke, meine Meinung und präsentiere meine absoluten Favoriten dieser einzigartigen Japan-Epen.


Ninja Gaiden

Sigma 1 (2007) , Sigma 2 (2009) und  Sigma3: Razors Edge (2012), PS3,

Ninja Gaiden 4 (2025) für PS5 - Status: abgebrochen

 

Diese Reihe spielt in der modernen Zeit und macht sich neben viel realistischen Darstellungen und bombiger Grafik aber auch sehr viel Gebrauch von Fantasiegestalten in Form von Dämonen. Sie sind für ihre brachiale und knallharte Action bekannt, die ich auch total feiere. Das Kampfsystem ist tiefgründig, obwohl es von Außen den Anschein macht als wäre es leicht und mit einem wilden auf die Tasten hämmern getan. Es baut auf technisches Lernen und Meistern, dass auch belohnt wird. Sehr prägend ist wohl der hohe Schwierigkeitsgrad (selbst auf leicht) sowie auch die fantastischen Schauplätze für mich gewesen. Egal ob ländlich oder städtischer Natur. Man spielt Ryu Hayabusa, ein Archetyp des Überlegenen-Ninja und Träger des Drachenschwertes. Er ist übrigens auch in Dead or Alive vertreten. Ich mag seine respektvolle, bescheidene und kultivierte Persönlichkeit, genau so wie seine gnadenlose Seite im Kampf. Gerade der dritte Teil (Simga3) berührte mich, auf Grund des kritischen Blickes auf die vielen Tote und damit verbundenen Morde, die er schon getätigt hat - entgegen dem, dass er kein schlechter noch böser Mensch ist. Als wäre der aufgelegte Fluch Karma, das ihm zustand.  Zu Teil 4 werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch was hinzufügen.

Ninja Gaiden Sigma 1-3

Tenchu

Wrath of Heaven (PS2), Shadow Assassins (Wii)

 

In dieser Reihe und den von mir benannten Teilen begleiten wir Ninjas aus dem Azuma-Clan. Meist im Wechsel. Die Serie ist ausschließlich auf Stealth ausgelegt und bietet dadurch einen herausfordernden Schwierigkeitsgrad, erfordert viel Geduld, Beobachten und gute Einschätzung. Das Spiel weist das japanische Rangsystem auf und belohnt Perfektionismus. Dies wiederum ist dem "auswendig Lernen" zu verschulden. Es spielt in der Sengouku-Zeit, also um das 1600 Jahrhundert. 

Ich mag Rikimaru und auch Ayame ganz besonders. Auf der Wii war damals die Bewegungssteuerung sehr erfrischend. Am beliebtesten war unter den Fans wohl aber schon immer Wrath of Heaven. Die Stimmung, Atmosphäre und das Tüfteln wie und wann man am besten vorwärts rückt, konnte das spielen von Schach gleichen. Auch wenn es auch möglich war bei Entdeckung sich verteidigen/kämpfen zu können, waren die Spiele so konzipiert, dass man keine offene Konfrontation wollte. Es war meist nicht gut gemacht oder hat einfach deutlich werden lassen, dass das Game das so nicht vorsah.

Tenchu 3: Wrath of Heaven

Like a Dragon: Ishin

für PS4/5 (2014) 

[Läuft aktuell - Update wird später nachgereicht]

Like a Dragon: Ishin

Aragami

1 (2016) und 2 (2021)

 

Dieser Titel ist ein ganz besonderes Highlight. Sowohl von seinem visuellen japanischen Holzschnitt Stil (Cel-Shading) als echter Hingucker, wie auch der Tatsache, dass es sich hierbei um ein Indie-Game handelt. Also einen unabhängigen Spieleentwickler und damit keinem der großen Triple AAA Ableger. Es steckt sehr viel Herz und Leidenschaft für Stealth Spiele im japanischen Seeting darin! Die musikalische Untermalung ist beruhigend und entspannend, kann aber nach Situation auch hektisch und anheizend werden. Sie entspricht ebenfalls dem asiatischen Klängen. Der erste Teil trägt den Namen unseres Hauptprotagonisten: Aragami, der ein Rachegeist ist und Macht über Schatten hat. Gleichzeitig ist das Licht sein größter Feind und kann sogar dessen existenzauslöschen, wenn er sich zu lange darin aufhält. Er wurde von einer Priesterin befreit und soll dieser helfen. Die Kulissen spielt in einem fiktiven Zeitraum und auch keiner spezifischen Ära, ist aber definitiv an japanische Architektur, Kultur und Religion orientiert - hat was mittelalterliches an sich und ist in 2D-Look. Mir sind besonders der Look, die Musik und das fortschreiten durch die Schatten sehr im Gedächtnis geblieben. Es war so vielseitig und dadurch auch so clever wie elegant an manchen Stellen. Zudem sah Aragami wie eine Mischung aus Assassine und Ninja aus - hatte aber eben auch was geisterhaftes an sich. Voll cool! Das Bild zeigt das Cover des zweiten Teils, in dem es um Kurai als solchen geht und der  Teil vom Kurotsuba-Clan wird, der ausschließlich aus Rachegeistern mit Kontrolle über Schatten besteht. Anders als im Vorgänger spielt hier der Schutz und das Überleben eines Dorfes gegenüber eines anderen Reiches eine Rolle. Im ersteren geht es um zwei große Mächte, die verfeindet sind. 

Aragami 2

Es gab Spiele, die ich im Besitz hatte und auch anspielte. Diese sind hier im Blog mit Status: abgeschlossen, ausgepriesen. Es waren wirklich tolle und gute Spiele und ich bedaure wirklich zu tiefst, dass ich an ihnen trotzdem wegen des enormen Schwierigkeitsgrades oder des Genres gescheitert war. Auch wenn ich die Titel nicht selber durchgespielt habe, so habe ich mir dennoch die Story über Lets Play oder Cutszenen (Zusammenschnitten und Auspreisungen als "Voll Filme") zur Genüge getan, damit ich wenigstens etwas noch von ihnen haben konnte. Gleichzeitig ist es aber auch sehr frustrierend bis hin zu deprimierend, wenn man trotz Wille, Elan und Ehrgeiz sich dann diese Niederlage und Erkenntnisse eingestehen zu müssen ...


Nioh

1 (2017) und 2 (2020) sowie 3 (2026)

Status: abgebrochen/ungespielt

 

In dieser Spielereihe bekommen wir feinste japanische Geschichte und Mythologie spendiert. Besonders liegt der Fokus hierbei auf Dämonen und Geister. Gleichzeitig handelt es sich hierbei um ein Hardcore Action RPG - basierend auf Souls-Like Schwierigkeitsgrad. Also extrem anspruchsvoll, herausfordernd, und mit einer hohen Frusttoleranz.  Es gibt keine Möglichkeit es leichter einzustellen, nur durch schwer erworbene Belohnungen es sich Schritt für Schritt durch Ausrüstung (wie Waffen oder Kleidung mit immer steigenden Level) den Gegnern halbwegs anzupassen. Das Spiel beinhaltet ein komplexes KI-Puls-Kampfsystem und es gibt diverse Kampfhaltungen zu einer Vielzahl von Waffen (Speer, Axt, Schwerter, Pistole ...) Mit der Senguku-Zeit ab 1574 und den darin vorkommenden Persönlichkeiten wie William Adams (oder Hanzo Hattori) basiert das Spiel auf historische Echtheit. Es geht hier um ein Engländer, der auf seiner Reise auf dem Meer Schiffsbruch erleidet und am Ende auf der japanischen Insel landet. Er lernt dort Hattori kennen und bekommt von diesem auch einiges gelehrt. Die unglaubliche Menge zum aufrüsten und das leveln empfand ich jedoch als ziemlich nervig und auch viel zu viel. Es war überladen. Die Ausführung von Attacken und das Gesprenkelt von Blut war aber gewalttätig und so wie es sein sollte bei so schnellen und hitzigen Kämpfen gegen Massen von Gegnern. 

Nioh

Sekiro: Shadows Die Twice

(2019)

Status: abgebrochen

 

Der Shinobi "Wolf" hatte gerade so einen Kampf überleben können. Er sinnt nach Rache, nachdem er eine weitere Chance erhalten hat. Das Game spielt zum späten 16. Jahrhundert, ebenfalls in der Sengoku-Ära und setzt auf Belohnung durch korrekte Technik und Timing. Der Fokus liegt äußerst stark auf richtiges Parieren, das Durchbrechen von Haltungen und läuft dabei auf ein sehr hohes Tempo. Es beinhaltet ein Todesstoß-System. Das Katana ist die Hauptwaffe, doch der Prothesen-Arm kann mit weiteren sehr nützlichen Modulen ausgestattet werden, so das man eine kleine Abwechslung oder Alternativen hat, auf die man bei Gelegenheit ausweichen kann. Bedauerlicherweise gehört auch dieser Titel dem Souls-Like Genre an. Es ist extrem streng und bestraft bei den kleinsten Fehler. Es gibt keine Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad runter zu stellen und es gibt Kontrollpunkte, die auch Speicherpunkt sind. Manche liegen sehr weit auseinander, sodass man sehr oft immer und immer wieder von einem Punkt zum nächsten alles vom Neuen wiederholen musste. Das war grausam. Aus meiner Sicht war es in dem Titel auch durch (auswendig) Lernen nicht möglich irgendwann doch mal vorwärts zu kommen. Da ging es von Anfang an schon nur ums Können, ein gutes Zeitgefühl, enorme Flexibilität, Willenskraft sowie endlosen Ehrgeiz und unerschöpfliche Ausdauer. Wer das nicht hat, der fällt ohne Gnade bei diesem Spiel rasch durch. Das war hart und um dieses Spiel tut es mir auch am meisten weh. 

Sekiro - Shadow die Twice

Die gleich aufgeführten Titel sind eine für mich der größten und Stärksten Games in diesem Bereichen. Bei ihnen stimmen meist die Story, Atmosphäre und auch die Optik. Sie haben eine gewisse Tiefe oder es mangelt ihnen einfach nicht an Spielspaß.


Ghost of Tsushima

(2020)

 

Dieses Game greift die mongolische Invasion 1274 - also zur Kamakura-Zeit auf. In einer Open World bekommen wir eine atemberaubende japanische Natur und Atmosphäre auf der kleinen Insel Tsushima vom Feinsten spendiert. Musik, Kulissen, Schwerpunkte und tolle, voriweigend fiktive Persönlichkeiten erwartet einem dort. Von der starken Hauptgeschichte und ihre sehr guten Nebenstorys bis hin zu einfachen, aber weiter ausschmückenden Ereignissen erlebt man dort eine sehr detaillierte, tiefgründige wie grafisch hübsche Welt. GoT zeichnet der fließende Wechsel zwischen Duellen und Stealth aus, hat Wind als Orientierungshilfe statt einer Mini-Map und die Kämpfe sind kinematografisch. Es gibt einen Kurosawa-Modus, der das Spiel in wie einen alten Samurai-Film von früher erleben lässt, die mächtig Eindruck schindeten. 

Mit dem Hauptcharakter Jin Sakai, kommen wir in ein zwiegespaltenes Erlebnis, welches einen Konflikt zwischen die Ehre eines Samurais und die Taktikten eines Geistes (Vorhut der Shinobi) als Schwerpunkt behandelt und die Geschichte daher um so tragender, dramatisch wie einprägender werden lässt. Enge Bindungen wie die zu seinem Onkel machen es drastisch schwerer, während neue Begegnungen wie mit der Diebin Yuna ihn anderweitig verändern und sich neu ausrichten lässt. Man fühlt richtig mit ihm und in den gravierenden Situationen mit. Genau dieser Aufprall von so zwei starken Gegensätzen fasziniert mich immens. Ich liebe  hier besonders das heimliche Vorgehen, doch ich kämpfe in diesem Spiel auch gerne mal richtig, da die Umsetzung und das arbeiten mit nur einer Waffe - dem Katana (abgesehen vom Bogen noch) vielseitig durch Haltungen gestaltet wurde. Es mach echt Laune, zwischen vier von ihnen je nach Gegner hin und her zuswitchen und die Vorteile davon auszukosten!

Ghost of Tsushima

Rise of the Ronin

(2024)

 

Ein Titel der ziemlich gehypt wurde, aber gespalten in Optik und Gameplay ist wie kein anderes. Nicht der Stil des Aussehens ist hierbei das Problem, sondern die grafische Flaute, die zu dieser Zeit hätte um so viel besser sein MÜSSEN, da die technischen Standards dafür definitiv schon gegeben waren. In dieser Hinsicht enttäuschte das Spiel leider sehr, da man hier tatsächlich stellenweise PS3-Niveau spendiert bekam. Sichtbar in der Ferne oder eher bei trivialeren Nebencharakteren. Spielerisch dagegen, macht es unglaublich viel Laune in dieser Open World und mit Wahl zwischen Mann oder Frau und diese nach eigenen Wünschen bis in Detail gestalten zu können sowie im Kampf mit Verbündete umherzustreifen und auch zu bis zu drei zu ihnen wechseln zu können - dessen Vorzüge für sich von Nutzen machen zu können und dem tiefen Team-Ninja typischen Kampfsystem (Nioh lässt grüßen) sich nach Herzenslust austoben zu können. Anders als Videospiele dieser Macher, ist dieser Titel auch für weniger geübte machbar, da er mit geringeren Schwierigkeitsgrad einherkommt, aber trotzdem herausfordernde Momente bietet. Neben einen Pferd zur Fortbewegung gibt es zudem auch noch ein Gleitsegel um von höheren Punkten schneller wieder runter oder weitere Distanzen zurück legen zu können. Das alles ist super gut in die Zeit beim Übergang vom feudalen zum modernen Japan 1853-1868, integriert wurden. Das entspricht dem Ende des Shogunats und  somit der Bakumatsu-Ära.  Daher kommt das Game auch mit vielen historischen Figuren, bietet aber auch viel Freiheiten durch den Protagonist/in. Letztere als ein freier Ronin im Konflikt zwischen Ost und West agiert und dadurch auch vor maßgeblichen Entscheidungen gestellt wird, die entsprechende Auswirkungen auf die Handlung haben. Mich stört weniger, dass die Zwillingsklingen, nicht wahrlich so stark im Fokus stehen bleiben, wie es die Anpreisung von ihnen taten. Ganz im Gegenteil, dadurch bekommt alles andere drumherum viel mehr Gewicht und man ist eher mehr nur ein Teil davon, der "mitschwimmt" wo er kann/will und keine so hohe noch historisch wirklich gebundene Person. Gleichzeitig verfolgt unser "Link" dennoch ein eigenes Ziel, das aber eher nebensächlich erscheint. Über die fehlende Audiosprache der spielbaren Figur lässt sich auch streiten. Da es sich in meinen Augen mehr wie bei Link aus The Legend of Zelda verhält, betrachte ich dieses auch eher als verknüpften Spieler, der stumm bleibt und der Player sich selbst daher seine Antworten dazu kund geben kann, gedacht ist. So passt es irgendwie, auch wenn es trotzdem schade ist, dass kein Text oder Synchronisation hier weiter vorhanden ist. 

Rise of the Ronin

Assassin's Creed Shadows

(2025)

 

Ein weiteres Game, dass auf Stealth und Action setzt und den Fokus auf Licht und Schatten rückt. Damit hat es was von GoT/Y und Elemente von Tenchu/Aragami. Mit dem historischen Yasuke haben wir einen echten Samurai und Naoe vertritt die Shinobi mit Verbindung zu den Assassinen und einer historischen Verknüpfung als Tochter einer realen Person. Wir erhalten damit einen echten 2-Charakter-Ansatz, , ähnlich wie in RotR. Nur, dass dieser uns erlaubt jederzeit wirklich zwischen den beiden im Spiel zu wechseln und nicht uns vorab für einen endgültig entscheiden zu müssen. Die Zeit spielt sich ab 1579 zur Sengoku-Zeit ab und entsprechend gibt es verschiedene Reaktionen und Verhalten auf beide Figuren und deren Handlungen. Sie kommen mit weiteren historischen Persönlichkeiten in Kontakt in diesem prall gefüllten Open World Spiel. Zockt man den Titel nicht gerade linear, kann einem bei diesem Umfang und soviel Komplexbeladen schon mal die Hauptgeschichte oder wie man kämpft etwas aus den Augen verloren gehen (besonders nach längeren Pausen!). Doch Ubsisoft hat hierfür eine mögliche Konfiguration eingebaut, die es euch möglich macht mehr die Geschichte zu erleben. Spiel Plus gibt es zudem auch noch und das war dadurch um einiges ... immersiver geworden. Allgemein kommt das Spiel mit vielen Einstellungen, die man vornehmen kann um das Spielerlebnis für sich mehr anzupassen oder zu individualisieren. Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sowie Krieger und Schleichende sind im Spiel sowohl in der Steuerung als auch in der Auswirkung stark spürbar. Also sehr gut umgesetzt. Ganz gleich, ob man auch über den Brummer von Samu mangelndes Klettern fluchen mag oder nicht - es ist sehr realistisch. Sowie auch die Landschaften, die Kultur und ihre Bewohner wie immer sehr fein recherchiert, veranschaulicht und umgesetzt wurden. Es kann wahnsinnig entspannt wie beruhigend sein einfach nur dort durch eines der Dörfer durchzulaufen (und zu beobachten) oder neugierig irgendwelchen Pfaden in der Wildnis (entweder tief in eine Höhle oder einem Pfad durch die Berge nach oben) entlang zu folgen um irgendwas zu entdecken.  Allerdings machen die Höhen und das dichte Gestrüpp kein so einfaches Querfeld ein mehr möglich, wie es in den Ghost-Ablegern der Fall ist. Das hat mich der Realismus dann doch etwas gestört ... Das war dann zu viel an der falschen Stelle. Woran es diesem Spiel noch fehlt? An Erweiterungen, welche die mystischen Götter, Flüche und Dämonen aller möglichen Sagen und Legenden mit einbringen würden. Nicht nur erzählerisch, sondern dann mit Begegnungen in einer Art Parallelwelt vielleicht wie sie es bei Kooperation mit Attack on Titan gemacht hatte und so, dass es ähnlich wie bei der Nioh-Reihe widergespiegelt wird. 

Assssins Creed: Shadows

Ghost of Yōtei

(2025)

 

Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass Yotai sich fast 300 Jahre nach seinen Vorgänger GoT abspielt. Damit wären wir bei um 1603, zur Beginn der Edo-Zeit. Auch wenn das Spiel mit etlichen Neuerungen daherkommt, so hat es die Basis seines Vorläufers. Wir sind also wieder in einer wunderschönen  Open World, die sich dieses Mal jedoch am Fuße eines Berges abspielt, der den gleichnamigen Titel wie das Game trägt. Es handelt sich um eine wesentlich rauere, wildere und ungezähmte Nordregion Japans: Ezo/Hokkaido. Jene sich durch die vielen Tiere, teilweise Scharren und Herden in der Prärie auszeichnet, denen man dort begegnen kann. Neu ist mehr Waffenvielfalt. Es gibt also nicht mehr nur das Katana, sondern auch noch Doppel-Katana, Odachi (schweres, langes Schwert), Yari (Speer) und Kusarigama (Kette mit einer Sichel dran). Natürlich gibt es aber auch noch andere bekannte wie den Bogen, Shurikens und Kunais, Rauchbomben sowie Gewehre. Wo wir dann wieder mehr Richtung RotR oder Like a Dragon: Ishin wären .... Das Spiel soll mit mehr Brutalität gekommen sein. Ich hab da nicht so viel mehr Unterschiede gemerkt. Weder in den Kämpfen und dem Blutspritzen noch auf emotionaler Ebene. Da die neue Heldin Atsu vorab schon ein Onryo (Rachegeist) auf persönlicher Rachemission ist, war der Aspekt des damit Ringens oder irgendwelche Überraschungen dazu ausgeblieben. Auch wen es leichte Anspannungen zwischen ihrem Weg und dem von jemand anderem gibt, welche sich wieder in Blutdurst gegen Ehre geht, sind diese auf Grund ihrer mental starken Charakterzüge eher schwach. Der Konflikt wirkt dadurch eher geringer und konnte mich daher insgesamt auch nicht Ansatzweise wie das Erleben mit Jin und seinem Onkel emotional greifen. Daher ist Ghost of Tsushima für mich persönlich auch der stärkere Teil von beiden! Egal wie viel neue und tolle spielerische Elemente sein Nachfolger auch mitbrachte. Was aber in diesem Spiel ein ziemliches Highlight ist, sind einige Erinnerungen bzw. die eine oder andere besondere Entdeckung. (Aus Spoiler wegen verrate ich an der Stelle nicht mehr). 

Ghost of Yotai

Es gibt natürlich diverse weitere Titel so wie "Shinobi", "Mark of the Ninja" oder "Onimusha". Doch diese haben mich vom Design, Aufbau oder Mechaniken nicht angesprochen, was sie aber auf keinen Fall zu schlechten Spielen macht. 


Assassins Creed Chronicles: China

für PS4 (2015 )

 

Dieses Videospiel spielt zugegebener Maßen nicht im alten Japan, vereint aber das Schleichen und Morden eines Assassine und Ninja im alten China 1556 und sollte auf Grund seiner ästhetischen Optik, welche da auf die traditionellen chinesischen Tuscherei angelehnt ist und damit einem ganz speziellen Look wie Aragami und somit eine weitere zusätzlich starke Komponente schafft welche die Atmosphäre bestärkt, nicht unausgeführt bleiben.  Es ist nur ein kleiner Zwischenableger der AC-Reihe, neben zwei weiteren dieser Art (in anderen Settings). Es gibt eine vereinfachten Ebenenwechsel durch die 2,5 D Ansicht und das Gameplay beläuft sich daher auf Side Scroll. Das tut aber dem Stealth und dem Parkour kein Bruch ab - im Gegenteil, das gestaltet es ganz neu. Die Figur, die man dabei begleitet ist Shao Jun, welche "Die acht Tiger" ausmerzen will. Es handelt sich dabei um Templer, an denen sie Rache verüben will. Da sie auch Gebrauch von Shuriken oder Wurfmessern neben ihrem Wurfpfeil macht und sich auch in den Schatten bedeckt halten muss, hat das was von Ninja. Die Chronicles-Titel bieten eine erfrischende und zeitlose Abwechslung. Ich wünschte mir die Spiele nochmal für die Switch 2. Die würde ich dort gerne nochmal alle zocken. Gerne dürfte es auch nochmal drei neue mit anderen interessanten Settings geben, die Lücken oder Nebencharaktere dadurch beleuchten könnten ...

Assassins Creed Chronicles: China

Ebenfalls ein netter Titel im chinesischen Umfeld ist auch "Where winds meet". Leider zu viel des Guten und mir persönlich zu anstrengend auf Dauer mit ständig Lesen, da dort viel passiert. Hübsch gemacht ist es aber. Das trifft wohl aber auch auf Spiele wie "Black Myth: Wulong", "Wuchang: Fallen Feathers" und so viele mehr noch. Aber alles nicht so meins. 


Und ihr so? Wie sind eure Meinungen zu dem einen oder anderen Titel, was ist euer Favorit und warum? Schreibt mir das gerne!