Es ist mal wieder soweit. Eine neue Anschaffung die mein Equipment erheblich erweitert. Zu mindestes von der Masse her. Denn ich habe mir nun endlich auch Acrylmarker zugelegt und das nicht mal wenige ... Infos zu den Stiften und erste Erprobungen folgen hier.
Die Art von Stifte gehen ja seit einiger Zeit richtig viral im Netz und vor allem nicht nur unter Künstlern, sondern auch Leuten die gelegentlich mal was ausmalen oder zendoodlen. Deswegen hab ich sie mir aber nicht zugelegt. Ich sehe in ihnen eine gute Möglichkeit diese bedenkenlos mit Alkoholmarkern zu kombinieren und sie vor allem für Highlights anzuwenden.
Meine Stifte gehören einer eher unbekannten und vermutlich asiatischen Marke an, die sich NICETY nennt. Das Pack kam mit einem "integrierten Regal" zur Aufbewahrung und einfachen Lagerung. Es hat insgesamt 44 Fächer, in denen jeweils 6 Stifte darin unterkommen und sich den Platz teilen müssen. Weiterhin sind eine Color Swatch, ein paar Ersatzminen und satten 264 Stiften an Bord, an. Es gab auch kleinere Sets. Ich hatte mich für das Maximum entschieden und dafür gut über 80 Euro bezahlt. Und das war für die Menge an Stiften auch wirklich mit zu diesem Zeitpunkt meiner Bestellung das günstigste darunter.
Aufmachung
Verpackung: Es handelt sich hier um eine Box mit einem Deckel, den man einfach nur drüber oder daran stulpen muss (je nach dem wie sie gerade stehen). Leider hat der Deckel keinen sonderlich guten und festen Halt. Ich hätte mir an der Stelle schon gerne auch einen zusätzlichen Verschluss gewünscht oder irgendwas, dass den Deckel nicht einfach vielleicht mal versehentlich abfallen lässt ...
Fächer: Das die Box mit einem integrierten Regal daher kommt finde ich schon echt cool. Schade nur, dass es sich um Fächer für mehr als einen Stift handelt und nicht jeder seinen eigenen Platzhalter hat. Aber das wäre wohl dann auch zu viel Luxus des Guten.
Sortierung: Die Stifte waren zum Teil sortiert. Auch wenn es nicht auf die Art und Weise war wie ich gedacht habe oder
bevorzugen würde. Nicht wegen der Nummerierungen, die da zum Glück dem einfachen Prinzip von 1-264 strikt folgt, sondern mehr das es statt quer
eher im vertikal verläuft. Und durch die 6 Stifte in einem Fach immer zwei Reihen einnimmt, da in den Fächern jeweils zwei Stifte
nebeneinander und untereinander drei passen. Durch diese Tatsache ergibt das Schema praktisch aber einen erheblichen Sinn, wie ich schon
feststellte.
Lagerung: Die Box daher liegend zu nutzen, so wie man sie auch lagern sollte ist bei
Verwendung eher unangebracht, da dann das ganze Schema in sich - zu mindestens pro Fach wieder einbrechen würde. Die Stifte
würden verrutschen, wenn man einen unterhalb aus dem Fach zieht. Eben wie bei diesem analogen Spiel mit den Turm aus Bausteinen.
Nachfolgend Beispielarbeiten
Fazit
Die wahre Farbpracht kommt wie immer auf dem Canson Markerpapier am besten rüber. Allerdings wellt sich dieses bei viel Gebrauch dieser Stifte und Übermalen leicht. Die Acrylmarker arbeiten aber auf diesem wie auch auf Mixed Media (von Ohuhu) gut und ich konnte sie auch problemlos in meine Sketchbooks anwenden. Man kann einige Male drüber, aber endlos ohne was vom Papier irgendwann abzurubbeln geht es dann halt trotzdem nicht. Besonders bei den Skizzenbüchern taucht das Phänomen eher auf.
Sie decken in jedem Fall sehr gut ab soweit - aber können meinen Ohuhu Konturliner oder Bleistift und je nach Farbe (hell oder dunkel) auch diese nicht immer gleich oder überhaupt übertönen. Siehe hierfür das Beispiel mit den Schachfiguren.
Insgesamt empfinde ich das Kolorieren mit diesen Markern doch auch eher für einfache, simple und/oder mehr "gröbere" wie "härter" wirkende Effekterzielung effizienter und passender. Das heißt nicht, dass man Mangafiguren oder kleinlichere Objekte oder Landschaften nicht auch damit einfärben könne (siehe die Idyllische Landschaft oder meine Fanart zu meiner Fanfiktion Zelda- Hyrule Highschool - linke Hälfte der Figur in Alkoholmarkern, rechte Hälfte mit Acrylmarkern), aber ich für mich persönlich fühle mich da dann doch gerade was weiche und zarte Farbverläufe und Verblendungen (ersichtlich bei "Tränenfluss") angeht verloren mit dieser Art von Stiften und vor allem wenn ich nur auf diese alleine setzen würde. Dafür bieten sie sich hervorragend für Highlights ein, da sie ja auch alle anderen Utensilien (Alkoholmarker, Polys, Kreide usw.) überdecken.
Unter "Tour durch Zeichenutensilien", war ich schon in den Genuss gekommen mit dem Medium Acryl auch in anderen Formen und Handhabungen arbeiten zu können. Marker sind hier nur eine Möglichkeit neben Tube, Gele oder Marker mit Push. Meine Meinung hinsichtlich der Marker im Vergleich zu den anderen Arten ist, dass in Stiftform und mit Pinselspitze es einfacher als wie mit allen anderen sind. Doch dazu irgendwann später nochmal mehr.
Als Acrylmarker auf Alkoholmarker kein Problem. Ähnlich verhält es sich auf Buntstiften. Umgedreht sieht das ganze dann schon schwieriger aus. Der Nachteil wen etwas so stark abdeckend ist. Es lässt sich nur schwer nochmal überdecken. Vor allem mit etwas das in Vergleich zu denen sehr viel "softer" ist. Das gilt gelinde gesagt für fast alle anderen Utensilien außer vielleicht noch Öle.
Sie sind übrigens kein Vergleich oder vielmehr um Welten besser als die 3D Acryl-Gelpens, die ich mir mal geholt hatte. Übrigens auch zum Highlights setzen in erster Linie. Kleinigkeiten um eben kräftige Effekte über all den anderen Farben zu erzielen.




