Dieser Beitrag ist eine Erweiterung zu -Tour durch Zeichenutensilien- und geht spezifischer auf einige Gruppierungen mancher Werkzeuge ein. Außerdem stelle ich die Unterschiede durch Vergleiche und dessen Handhabungen untereinander auf.
Die folgenden Bilder sind keine Scans, sondern nur Fotos. Daher sind sie auch manchmal leicht verschwommen. Die Ergebnisse stammen vom Ohuhu Mixed Media Papier.
Erläuterung der Beschriftungen: oben - der Großbuchstabe vor der Zahl steht für den jeweiligen Bogen, die Zahl für die festgelegte Nummer und unten - das verwendete Zeichenutensil. Ich werde mich der Einfachheit halber viel auf die Nummer des jeweiligen Exemplars beziehen, um den Blog nicht unnötig in die Länge zu strecken.
Proben im Einzelnen
A-01: Eine einfache und simple Variante nur mit Bleistift bzw. in diesem Fall verschiedenen Stärken von Bleistiften. Zum Einsatz kamen hierfür mindestens drei verschiedene Stärken der Marke Farber Castel.
A-02: Diese Variante ist mit Buntstift fabriziert, kann aber mit einer großen Palette an Bleistift höherer Grade ebenfalls erreicht werden. Ich habe einen einfachen schwarzen Stift sowie ein Polychromo von Farber Castel hierfür verwendet gehabt.
A-03: Hier kamen einige schwarz-Töne aus der Ohuhu-Marker Kollektion zum Einsatz. Alkoholmarker. Die Blütenblätter hätten fast schon noch etwas schwärzer sein können und natürlich musste ich auch auf Grautöne zurückgreifen um helle Nuancen zu haben.
C-24: Diese Probe sticht vermutlich von allen am meisten heraus. Vor allem mit ihrer Kräftigkeit. Die Kohle ist vermutlich das beste Werkzeug, für das man sich bei SW-Zeichnungen entscheiden kann. Sie lässt sich so leicht wie Kreide verwischen und damit gibt es gut und schnell weiche Verläufe und stärkere Kontraste. Außerdem lässt sie sich auch gut korrigieren oder auch wieder wegmachen.
B-15: Dies ist ein Zusatz. Ich hab mich entschieden auch mal in Grautönen die mehr als nur in schwarz und weiß in ihrer Helligkeit und Kontrast variieren zu probieren, da mir meine Ohuhu-Marker die notwendige Vielfalt dafür boten. Besonders wichtig war mir dabei Graue Farben zu nutzen. Also Farben, die einen "Graufilter" drüber gelegt habe und dadurch in ihrer Sättigung sehr gering scheinen.
Schwarz-weiß oder fachlich auch Monochrom bezeichnet, ist eine Form der Kunst, welche sich nur der Farbe Schwarz (oder auf schwarzen Papier dann nur weiß) bedient und man mit dem jeweiligen Arbeitsmaterial lediglich in Helligkeiten abstuft und somit "verschiedene Töne" und dadurch Abgrenzungen und Tiefen schafft.
Fazit
Am einfachsten war hier wohl mit Bleistift (1) und Buntstift (2), dafür gab es unter den Markern mehr Auswahl. Ersteres hat den Vorteil, dass man nicht zwingend mehr als einen Stift benötigt. Man könnte auch tatsächlich nur mit einem einzigen in nur einer Stärke arbeiten und unterschiedliche Helligkeiten erzielen. Bei 3 und 15 kommt es drauf an, was man für welche hat. Bessere wie Ohuhu können durch 3-6 weiteres drüber gehen ebenfalls dunkler werden. Doch davon hab ich hier keinen Gebrauch gemacht, sondern stattdessen mich an der Vielzahl möglicher vorgefertigter Töne bedient. Offensichtlich heben sich die Marker schon sehr viel stärker von Bleistift und Buntstift ab, doch auch diese können sich gegen die Kohle nicht ausreichend genug behaupten. Die Marker wirken klar und matt. Die Kohle dagegen deutlich softer und trotzdem kräftiger. 1 und 2 wirken krisselig, trotz Verwischen. Wo wir gerade dabei sind: ich hatte nur meine Finger dafür. Bei Kohle hatte ich mich auch mit Wattestäbchen versucht. Das ging auch ganz gut. Könnte aber auch an der minimalen Größe des Motivs und des Formates gelegen haben. Da ich mir dieses Zeichenutensil einst nur ausgeliehen hatte, konnte ich damit bisher leider noch nicht weiter experimentieren. Denn es gibt auch 24 in verschiedenen Möglichkeiten (Stift, Kreide, Pulver usw.)
Gut zu wissen:
Abschließend sei noch gesagt, dass es neben monochrom (also in schwarz-weiß) auch "Sepia" noch gibt. Das wären dann Brauntöne. Eben so kann man das ganze aber auch mit jeder x-beliebigen anderen Farbe machen. Man muss dann halt nur in der Farbpalette bei dem Ton bleiben. Alternativ kann man aber auch noch eine zweite sehr verwandte Farbe dazu nehmen, wie z.B. rosa zu rot, um so die Steigerung oder Minderung in heller und dunkel zu erzielen (3) Das kann mitunter auch den Prozess vereinfachen, wenn man mehr auf vorgefertigte Farben zurückgreift, als mit einer Einzigen. Nachteil: man braucht und nutzt mehr von seinen Equipment. Andernfalls muss man nichts mischen oder zu viel selbst und fein abstimmen.
